Archiv für November, 2007

Am anderen Ende der Stadt …

November 28, 2007

… also ganz im Suedwesten liegt der groesste Park Londons (und nein, dass ist nicht der Hyde Park). Ich bin etwas ueber 1,5h mit der Tube und diversen Bussen dort hin getingelt. Paulo (Kollege) kommt die ganze Strecke meist mit dem Fahrrad (!!!).

Richmond Park ist etwa 955 ha gross und damit angeblich der groesste staedtische Park in Europa (zum Vergleich, der Central Park in NY ist „nur“ 338 ha gross – und liegt natuerlich nicht in Europa!). In Richmond gibt es auch „Wildtiere“. Wobei ich nicht glaube, dass man einen Hirsch, der sich so nah an Menschen traut, wirklich als „Wildtier“ bezeichnen kann.

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Wie man sieht gibt es auch ein paar andere Tiere … und leider auch die ein oder andere Strasse, die durch den Park fuehrt. Ich habe ja stark die Vermutung, dass ein paar Kollegen hier denken, dass wenn sie das Fenster herunterkurbeln, eine Fahrt mit dem Auto genauso zaehlt, wie ein richtiger Spaziergang – ausserdem kann das Kind dann auch weiter seine geliebten Crisps futtern und zur Not mit dem Gameboy daddeln …

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Wir sind auf jeden Fall gelaufen – was ich aber vielleicht noch bereue und mir schliesslich doch noch einen Besuch beim National Health Service einbrocken wird (nachdem ich mich registriert habe, einen freien Platz gefunden habe usw …). Seit Montag kann ich nicht mehr richtig auftreten. Nun laufe ich ja eigentlich jeden Morgen zur Arbeit, was jetzt nicht wirklich Spass machen wuerde. So bin ich nun auf Bus und Tube ausgewichen – „picke-packe-voll“ – und in meinem Alter bietet mir wohl keiner einen Sitzplatz an.

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Wie gesagt, man kommt sehr nah an die Tiere ran. Da reicht auch mein bescheidenes Objektiv fast aus – und einen neues werde ich mir wohl auch noch nicht anschaffen koennen – erstmal muss der Laptop ersetzt werden … @x$grr*#

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Nun ist das nicht der erste Hirsch, den ich in meinem Leben gesehen habe. Aber meist war es dann dunkel und der sprang viel zu ploetzlich auf die Strasse … und so zutraulich sind die meisten „echten Wilden“ dann auch nicht.

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So … jetzt ist die olle Star Wars Blechbuechse auch endlich weiter nach unten gerutscht. Ich werde jetzt noch schnell einen Weihnachtswunschzettel an die entsprechenden Stellen schicken und morgen bekomme ich das hoffentlich mit dem Fuss gerichtet. Ich wollte doch hier bei Selfridges in den „Millionen Raum“ (oder wie der heisst), Geschenke kaufen und so richtig schick „schopen“ gehe … (wer’s glaubt?!)

Ansonsten bringen die Arbeitskollegen von diversen Urlauben im „Weihnachtsmarktland“ soviel Spekulatius und Lebkuchen mit („Hey Philipp, is this really typical german …?“) dass ich jetzt schon zu 280% auf Weihnachten eingestimmt bin, inkl. „Secret Santa“ (Wichteln), „Mulled Wine“ (Gluehwein) und „Mint Pie“ (das wollt Ihr nicht wissen?!).

Bald ist ja schon der 1. Advent und auch das erste Toerchen darf aufgemacht werden (dank meiner umsichtigen Mutter habe ich schon seit Anfang November einen Adventskalender hier in London stehen). Allen viel Spass dabei und lasst Euch den Gleuhwein schmecken – ich werde am Wochenende hier mal die „Feuerzangenbowle“ vorfuerhen.

Schoenen Abend noch.

Internet Cafes …

November 28, 2007

Gedacht und davon gehoert hatte ich schon, aber jetzt durfte ich selber erleben. Benutze hier meinen USB-Stick um die Bilder auf den Internet-Cafe-Rechner zu laden. Als ich den zu Hause in meinen Laptop gesteckt habe, fand ich dort ein paar zusaetzliche Dateien. Alle urspruenglichen Datein waren wurden „versteckt“ angezeigt. Bei den neuen Datein handelte es sich um Viren, Troja und was es sonst noch so im digitalen Zoo gibt. Die Namen dieser Dateien entsprachen denen meiner Ordner und Bilder, mit einem kleinen Unterschied – das waren zum groessten Teil exe-Dateien, also z.B. victoriapark.jpg.exe …

Diese Schlingel, sogar die Symbole der exe-Dateien waren angepasst worden – sogar Unterordner waren manipuliert worden …

Ist aber nichts passiert, der Virenscanner hat den Lug und Tru sofort entdeckt und alles wieder schoen sauber gemacht … Also kann ich hier doch noch weiterposten und meinen USB-Stick foltern …

Kunst und Krempel

November 22, 2007

Also, wie schon des oefteren erwaeht, gab es hier in London die „Offizielle Star Wars Ausstellung“ – ich hatte davon erfahren, als ich den Neil eines Tages anrief und im Hintergrund diverse Raumschiffe, Lichtschwerter und Explosionen hoerte.

r2d2

Der Eintritt war heftig, £16 ist mal eine Ansage und was sieht man dann zu erst … eine Modenschau. Fraeulein Portman ist doch kleiner als man dachte. Spektakulaer waren aber auch die Originalmodelle aus den Filmen (unglaublich wie simple die sind) und die vielen Konzeptzeichnungen und -modele (Jaba the Hood mit tausend Fuessen).

 darth vader

Fuer einen „kleinen“ Aufschlag (£££) konnte man sich dort sogar mittels „Green-Screen“ in einen Laserschwertkampf einbasteln lassen. Der „Gegner“ (ein Mitarbeiter) gab dazu immer Anweisungen, was man machen sollte („… Jump, Crouch, Two Up, Three Down … Use Your Force …“) … War uns aber doch zu teuer – erinnerte mich stark an einen Besuch, den ich vor Jahren mit meinen Eltern in den Filmstudios zu „Die unendliche Geschichte“ gemacht habe, in dem man als Kind auf dem Gluecksdrachen reiten durfte.

vader mask

Ok … Jetzt noch schnell ein bischen „richtige“ Kultur …

In der Tate gibt es momentan eine Arbeit der Kuenstlerin Doris Salcedo zu sehen. Der Titel der Ausstellung lautet Shibboleth. (mehr)

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Ueber die ganze Laenge der grossen Turbinen Halle zieht sich ein Riss durch den Fussboden. Vom Eingang, die Rampe herrunter, unter der Bruecke durch bis zur gegenueberliegenden Wand.

Ein sehr beeindruckende Arbeit und dabei so simple – wobei die Ausfuehrung sicher nicht ganz einfach war. Es scheint wirklich so, als ob die Bodenplatten gebrochen und auseinander gedriftet sind. Schade ist nur, dass der Spalt nicht unendlich tief erscheint.

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Das Wort „Shibboleth“ ist ein Wort, dass auf Grund seiner schweren Aussprache dazu dient, eine fremde Minderheit innerhalb einer (Sprach-) Gemeinschaft zu entlarven, da diese auf Grund ihres minderen Sprachvermoegens oder Dialektes nicht in der Lage ist, das Wort richtig auszusprechen.

„The word refers back to an incident in the Bible. The Book of Judges describes how the Ephraimites, attempting to flee across the river Jordan, were stopped by their enemies, the Gileadites. As their dialect did not include a ‘sh’ sound, those who could not say the word ‘shibboleth’ were captured and executed. A shibboleth is a token of power: the power to judge, refuse and kill. What might it mean, however, to refer to such violence in a museum of modern art?“ (Text aus dem Ausstellungsflyer)

Herbst in London

November 14, 2007

Na also, klappt doch … Diesmal ist noch nichteinmal eine Woche vergangen und ich schaffe es schon was Neues einzustellen …

Diesmal einen Schwung Bilder, die ich hier vor ein paar Wochen aufgenommen habe – Muss so Ende Oktober gewesen sein. Der Herbst kam hier ja etwas spaeter. Vom Sturm hat die Hauptstadt auch nichts mitbekommen – wir hatten einen unverschaemten Sonnenschein.

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Ich hatte mich damals zum Viktora Park aufgemacht um ein paar Fotos zu schiessen. Der Park liegt recht weit im Osten (noch oestlicher als meine Wohnung).

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Einfach mal nichts schreiben – nur Bilder …

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… und ein letztes Foto noch …

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Ach ja, unglaublich, wie so ein Feuer in den Nachrichten die Besucherzahlen auf meinem Blog hochtreibt … Das Feuer war aber nicht auf unserer Olympiabaustelle. Wobei manche boese behaupten, da haette wohl jemand nicht ausziehen und den Baggern Platz machen wollen, damit die Zaha ihr Planschbecken bauen kann …

So fuer den naechsten Eintrag habe ich auch schon etwas – man darf sein ganzes Pulver ja nicht auf einmal verschiessen. Zur Auswahl stehen als anspruchsvolle Kunst – der grosse Riss in der Turbinenhalle der Tate Modern – oder aber die Star Wars – The Exhebition -  auch sehr intelektuell ansprechend.

Bis dahin wuensche ich ein paar schoene Tage, ich geh mir jetzt noch einen Belmondo Film ansehen (Breathless), Schoenen Abend noch …

Immer noch in London …

November 11, 2007

parliament 2

Ist mal wieder viel zu lange her, dass ich hier etwas geschrieben habe. Aber im Moment hatte ich andere Sachen im Kopf. Nun habe ich aber auch neue Wege gefunden hier etwas zu posten und werde dass auch hier gleich mal machen.

 berlin

Irgendwann bin ich Anfang Oktober ja auch in Berlin angekommen (sogar „nur“ mit einer Stunde „Verspaetung“ – bzw ich musste ein Stunde eher los) Das Wochenende mit der „Clique 2.0″ war dann auch recht lustig und wie immer sehr anstrengend. Habe es am Montag aber doch noch halbwegs rechzeitig ins Buero nach London geschafft. Es gibt da ja fast keinen Unterschied – ob Personennahverkehr oder Billigflieger) Im Buero wurde ich gleich einem neuen Projekt zugeteilt – dass nun seit Freitag auch wieder (vorerst) erledigt ist. Mal wieder etwas in Ghana. Spater mehr.

Wuensche Euch eine “erfolgreiche“ Woche.