Also, wie schon des oefteren erwaeht, gab es hier in London die „Offizielle Star Wars Ausstellung“ – ich hatte davon erfahren, als ich den Neil eines Tages anrief und im Hintergrund diverse Raumschiffe, Lichtschwerter und Explosionen hoerte.

Der Eintritt war heftig, £16 ist mal eine Ansage und was sieht man dann zu erst … eine Modenschau. Fraeulein Portman ist doch kleiner als man dachte. Spektakulaer waren aber auch die Originalmodelle aus den Filmen (unglaublich wie simple die sind) und die vielen Konzeptzeichnungen und -modele (Jaba the Hood mit tausend Fuessen).

Fuer einen „kleinen“ Aufschlag (£££) konnte man sich dort sogar mittels „Green-Screen“ in einen Laserschwertkampf einbasteln lassen. Der „Gegner“ (ein Mitarbeiter) gab dazu immer Anweisungen, was man machen sollte („… Jump, Crouch, Two Up, Three Down … Use Your Force …“) … War uns aber doch zu teuer – erinnerte mich stark an einen Besuch, den ich vor Jahren mit meinen Eltern in den Filmstudios zu „Die unendliche Geschichte“ gemacht habe, in dem man als Kind auf dem Gluecksdrachen reiten durfte.

Ok … Jetzt noch schnell ein bischen „richtige“ Kultur …
In der Tate gibt es momentan eine Arbeit der Kuenstlerin Doris Salcedo zu sehen. Der Titel der Ausstellung lautet Shibboleth. (mehr)

Ueber die ganze Laenge der grossen Turbinen Halle zieht sich ein Riss durch den Fussboden. Vom Eingang, die Rampe herrunter, unter der Bruecke durch bis zur gegenueberliegenden Wand.
Ein sehr beeindruckende Arbeit und dabei so simple – wobei die Ausfuehrung sicher nicht ganz einfach war. Es scheint wirklich so, als ob die Bodenplatten gebrochen und auseinander gedriftet sind. Schade ist nur, dass der Spalt nicht unendlich tief erscheint.

Das Wort „Shibboleth“ ist ein Wort, dass auf Grund seiner schweren Aussprache dazu dient, eine fremde Minderheit innerhalb einer (Sprach-) Gemeinschaft zu entlarven, da diese auf Grund ihres minderen Sprachvermoegens oder Dialektes nicht in der Lage ist, das Wort richtig auszusprechen.
„The word refers back to an incident in the Bible. The Book of Judges describes how the Ephraimites, attempting to flee across the river Jordan, were stopped by their enemies, the Gileadites. As their dialect did not include a ‘sh’ sound, those who could not say the word ‘shibboleth’ were captured and executed. A shibboleth is a token of power: the power to judge, refuse and kill. What might it mean, however, to refer to such violence in a museum of modern art?“ (Text aus dem Ausstellungsflyer)